Mischkalkulation

Tags: Lexikon 19 November, 2010

Eine Mischkalkulation ist dadurch gekennzeichnet, dass die Produktverkaufspreise durch marktstrategische Absichten und nicht durch die Herstellkosten bestimmt werden. Ziel ist es dabei die geringen Gewinne bzw. Verluste einzelner Produkte durch die Gewinne anderer Produkte auszugleichen und dadurch einen positiven Deckungsbeitrag zu erzielen.

Darüber hinaus kann durch die Anwendung der Mischkalkulation die Gestaltung der Preise vereinfacht und neue Zielgruppen erreicht werden. Ferner bietet sich die Mischkalkulation als Instrument im Verdrängungswettbewerb an um (potenzielle) Konkurrenten zu verdrängen bzw. an dem Markteintritt zu hindern. Im Rahmen der Neugründung eines Unternehmens sollten in die Überlegungen zur Preisgestaltung bzw. in die Deckungsbeitragsrechnung, die Möglichkeit der Anwendung der Mischkalkulation mit einbezogen werden.

Im Zuge der Durchführung einer Mischkalkulation werden die verschiedenen Produktarten nach Schlüssel-, Zug- und Kompensationsartikeln gegliedert. Die Schlüsselartikel werden von den Konsumenten überdurchschnittlich stark durch den Preis wahrgenommen. Die Zugartikel fungieren als Lockangebote, die zu günstigen Preisen angeboten werden um  dementsprechend die Aufmerksamkeit des Konsumenten zu binden. Die Kompensationsartikel stellen Produkte dar, die zu Preise mit einer Gewinnmarge angeboten werden und die negativen bzw. geringen Deckungsbeiträge der anderen Artikelkategorien mittragen.

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